Lenkradkralle

Informationen zur Lenkradkralle

Daheim, in der Garage, steht das Auto unter Verschluss.
Nicht jeder verfügt über diesen beruhigenden Komfort. gerade in den Großstädten sind Garagen knapp und teuer. Tiefgaragen bieten zwar Sicherheit in der Nacht, sind aber tagsüber meist für jeden zugänglich und schützen deshalb bestenfalls vor Regen und Hagel.
Autodieben, die am helllichten Tag ihrer "Beschäftigung" nachgehen, bietet ein solcher Sammelplatz aber eher Schutz, denn hier haben sie "trockenen Fußes" die freie Auswahl. Da hier die Plätze knapp und teuer sind, liegt die Vermutung nahe, dass eher hochwertige Fahrzeuge auf den Miet-Plätzen abgestellt werden.
So kommt es, dass die Statistiken klar unterscheiden: des Nachts werden Autos auf offener Straße gestohlen, tagsüber eher aus Tiefgaragen und Parkhäusern.

Wie also kann man als stolzer Besitzer sein Fahrzeug vor den Langfingern schützen?
Seit Jahren gilt die Lenkradkralle als probates Mittel.

Sie besteht aus bestem Stahl, umgreift das Lenkrad mit stabilen Haken,
(die ihr den Namen gegeben haben) und verhindert durch einen langen, durchgehenden Stab, dass das Lenkrad gedreht werden kann.

Zwar hat die Automobil-Industrie in den letzten Jahren einiges unternommen, um den Diebstahl eines Fahrzeugs zu erschweren, man denke nur an die Wegfahrsperren, Lenkradschlösser und Alarmanlagen, doch die Erfahrung zeigt, dass auch die Diebe bei diesem Wettrüsten nicht geschlafen haben.

Ein Türschloss ist für einen geschickten Dieb nur ein kurzweiliges Hindernis, meist in wenigen Sekunden mit speziellem Werkzeug überwunden.
Auch das serienmäßige Lenkradschloss wird - mit entsprechend brachialer Gewalt - relativ schnell außer Betrieb gesetzt.
Mini-Computer und gezieltes Know-How helfen dem professionellen Autodieb,
auch die ausgeklügelten Wegfahrsperren zu überlisten.

Das alles geschieht nahezu lautlos, vor allem, wenn der Dieb erst im Fahrzeug Platz genommen hat, wird man seine Handlungen von außen kaum noch wahrnehmen. Zudem Hat sich gezeigt, dass selbst lärmende Alarmanlagen von etwaigen Passanten zwar als Belästigung wahrgenommen werden, in den seltensten Fällen aber dazu führen, dass jemand die Polizei ruft oder andere Schritte unternimmt.

Die Lenkradkralle hat in erster Linie eine abschreckende Wirkung. Ein potentieller Dieb erkennt, dank der meist grellen Signalfarben dieser Vorrichtungen, frühzeitig, dass er mit dem so gesicherten Fahrzeug auf jeden Fall mehr "Arbeit" haben wird. Die Entscheidung für ein anderes, nicht so aufwändig gesichertes Fahrzeug liegt nahe.

Bei Kauf einer Lenkradkralle sollte man also schon darauf achten, dass sie
auffällig lackiert ist. Der durchgehende Stab, wie auch die beweglichen Teile sollten erkennbar saubere Schweißnähte aufweisen und schon durch Massivität und Format widerstandsfähige Qualität zeigen.
Das Schloss muss versenkt angebracht sein, so dass es keinerlei Angriffspunkte für Zangen, Sägen oder ähnliche Werkzeuge bietet.
Im Interesse der hochwertigen Fahrzeug-Innenausstattung müssen alle teile, die mit dem Lenkrad in Berührung kommen, sorgfältig abgepolstert sein.
Mit ganz wenigen Ausnahmen sind die Lenkradkrallen für alle Lenkräder geeignet, selbst wenn das Lenkrad (wie z.B. bei Citroen) nur eine Speiche aufweist.

Im täglichen Gebrauch sollte der Fahrzeughalter darauf achten, die Kralle nie mit eingestecktem Schlüssel im Fahrzeug liegen zu lassen. Ein Schlüsselabdruck, in einem unbeobachteten Moment genommen, hilft sonst dem Dieb bei einem zweiten Besuch.

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Da heute ganze Diebesbanden unterwegs sind, die in professioneller Manier
- teils sogar auf Bestellung - arbeiten und speziell geschult sind, wird man sich nie zu 100% absichern können. Die Lenkradkralle ist aber ein wirksamer, weil abschreckender Schutz vor Gelegenheitsdieben.